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Die “Monta da lavoro” in Italien 

 

Die „Monta da Lavoro“ ist eine relativ neue Reitdisziplin, die sich in verschiedenen Laendern aus den traditionellen Reitweisen entwickelt hat.

 

Die Pferde

In Italien, genauer gesagt in der Maremma , gibt es die Figur des „Buttero“ –dem italienischen Cowboy-  der mit seinem Pferd die grossen Anwesen mit ihren Rinderherden kontrollierte.

Da das Gelaende haeufig sehr unwegsam und unfruchtbar ist, war die Viehhaltung oft die einzige Nutzungsmoeglichkeit. Sowohl das Maremma-Rind als auch das Maremma-Pferd sind als vom Aussterben bedrohte Rasse in verschiedene Foerderprogramme integriert.

Heute noch gibt es  Maremma-Pferde, die „wild“ aufwachsen, und mit 3 oder 4 Jahren den ersten Menschen aus der Naehe sehen. Sie zeichnen sich durch Genuegsamkeit und Zaehigkeit aus.

 

Der Ursprung

Auf den Dorffesten darf hier die traditionale „Gimkana“ nicht fehlen, bei der die Reiter verschiedene Aufgaben bewaeltigen und Hindernisse ueberwinden muessen, und das Ganze in einem atemberaubenden Tempo, denn der Schnellste gewinnt.

 

Der Sport

1995 entstand die Idee, die eigene Tradition mit der anderer Laender zu vergleichen und eine internationale Meisterschaft ins Leben zu rufen.

So fanden 1996 die erste Europameisterschaft in Italien statt, die seit dem jedes Jahr in einem der Teilnehmerlaender ausgetragen werden.

Im Oktober 2002 haben die ersten Weltmeisterschaften in Portugal stattgefunden, die ihre Fortsetzung 2006 in Mexico haben werden.

 


Was ist die „Monta da Lavoro“

Die „Monta da Lavoro“ ist ein Vielseitigkeitswettbewerb,  und besteht aus 4 Teilpruefungen, die alle rigoros mit einhaendiger Zuegelfuehrung geritten werden muessen ( Ausnahme fuer junge Pferde und die einfacheren Kategorien).

Auf internazionalem Niveau wird der traditionelle Sattel (scafarda) benutzt, der von einigen spezialisierten Sattelmachern noch heute mit viel Liebe in kompletter Handarbeit hergestellt wird und ein Leben lang haelt. Dazu die maremmanische Kandare und eine Bekleidung, die die „Sonntagstracht“ der „butteri“ war und es kann losgehen.

 

Addestramento:

Es handelt sich um eine Dressurpruefung, in der (je nach Kategorie)  fliegende Galoppwechsel, Trasversalen und Pirouetten oder halbe Volten (auf spanische Art) verlangt werden, wobei sehr viel Wert auf das Reaktionsvermoegen, schnelle Bewegungen und  Stops gelegt wird, da ja alles der urspruenglichen Arbeit mit dem Vieh nachempfunden ist. Gangarten sind Schritt und Galopp (Trab ist nur in der Kategorie fuer junge Pferde vorgesehen) 

 

 

Attitudine:

Hier muessen Reiter und Pferd einen „Hindernisparcour“ ueberwinden, in dem jedes einzelne Element von den Preisrichtern anhand einer Skala von 1 – 10 Punkten bewertet wird.

Das Augenmerk wird auf die Annaeherung, die Vorbereitung, die Ausfuehrung und das erneute Anreiten gerichtet, wobei die Praezision, die Gangartwechsel, die Kadenz und der Rhythmus zur Bewertung beitragen.

Auf internationalem Niveau sind 17 verschiedene Typen von Hindernissen vorgesehen, von denen der Veranstalter auswaehlen kann.

So z.B. :

*          Parallelslalom (Abstand 3 m), in dem 6 fliegende Galoppwechsel praezise auf der Mittellinie durchgefuehrt werden muessen;

*          Oeffnen und schliessen eines Tores ohne die Hand von demselben zu nehmen;

*          Rueckwaertsrichten im Slalom;

*          Seitwaertsgang ueber Hindernisstangen als „L“ usw.

 

               

Velocità:

Die Hindernisse sind die gleichen wie in der Praezisionspruefung. Hier jedoch entscheidet die Zeit ueber den Gewinner. Das Umwerfen von Hindernissteilen fuehrt zu Strafpunkten aehnlich wie beim Springreiten.

                

 

 

Sbrancamento:

Diese Teilpruefung ist nur gueltig fuer die Mannschaftswertung. Jeder Einzelne der Mannschaft hat die Aufgabe, ein vorbestimmtes Rind  von seiner Herde zu loesen und in ein anderes Gehege zu treiben, wobei ihm seine Kollegen helfen koennen.

 

 

Im deutschsprachigen Raum ist die „Monta da Lavoro“ leider noch nicht bekannt, und somit auf den internationalen Veranstaltungen nicht praesent.

Falls sich jedoch Interessenten fuer diese tradizionale und gleichzeitig neue Disziplin finden sollten, gibt es die Moeglichkeit, die Reitweise einer anderen Nation zu „adoptieren“ und sich als Nation zu praesentieren.

 

Wir geben Ihnen gerne ausfuehrlichere Informationen zu dieser Disziplin unter folgender Anschrift:

Anita Knabe

A.I.M.L.

(Associazione Italiana Monte da Lavoro)

Strada del Pollino, 77

58100 Grosseto

Italia

 

Tel.: 0039 – 347 37 60 350     Fax: 0039 – 0564 40 41 91     

e-mail

 

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